Die deutsche Wirtschaft im Herbst 2026: Stimmungsproblem oder Strukturkrise?

Shownotes

Bessere Wachstumsprognosen wecken Hoffnung – doch reichen sie für eine nachhaltige Erholung? In dieser Folge von Sound of Finance spricht Dr. Jan Müller-Dethard mit Dr. Markus Demary vom Institut der Deutschen Wirtschaft über Investitionshemmnisse, Wettbewerbsfähigkeit und die Rolle der Banken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie verlässliche Rahmenbedingungen, Reformen und eine klare Wachstumsvision neue Zuversicht schaffen können.

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00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge bei Sound of Finance, dem Podcast von ZDB.

00:00:13: Ich freue mich sehr, dass ihr wieder dabei seid!

00:00:15: Heute haben wir ein spannendes Thema mitgebracht – die deutsche Wirtschaft hat etwas Hoffnung geschöpft.

00:00:21: Die Konjunkturprognosen verbessern sich, die Erwartungen an eine wirtschaftliche Erholung steigen und auch politisch wird viel über Investitionen, Reformen und neue Wachstumsimpulse gesprochen.

00:00:31: Doch ist das schon die Trendwende?

00:00:33: Oder sollten wir uns von besseren Prognosen und optimistischeren Schlagzeilen nicht zu früh blenden lassen?

00:00:39: Denn die Herausforderungen bleiben enorm.

00:00:41: Die internationale Wirtschaftsordnung verändert sich, geopolitische Konflikte nehmen zu – und die Zeubritik der USA stellt etablierte Handelsbeziehungen in Frage.

00:00:51: Für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland ist das besonders problematisch.

00:00:57: Gleichzeitig belasten strukturelle Wettbewerbsprobleme hohe Kosten, denken wir an Energie und bürokratische Hürden den Wirtschaftsstandort Deutschland.

00:01:06: Hinzu kommen Fragen rund um Inflation, Staatsverschuldung und die Finanzierung dringend notwendige Investitionen.

00:01:13: Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage – hat Deutschland vor allem ein Stimmungsproblem?

00:01:18: Fährt es also an Vertrauen, Zuversicht- und Investitionsbereitschaft oder haben wir es mit einer echten Strukturkrise zu tun, die sich nicht durch bessere Erwartungen und einzelne Konjunkturprogramme lösen lässt?

00:01:31: Die Antwort darauf ist entscheidend, denn wenn die Probleme tatsächlich struktureller Natur sind, reichen kurzfristige wirtschaftspolitische Impulse nicht aus.

00:01:38: Dann braucht es grundlegende Reformen – die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit stärken, private Investitionen ermöglichen und den Standort Deutschland langfristig attraktiver machen.

00:01:49: Und was bedeutet das alles für dem Bankensektor?

00:01:51: Sie finanzieren Unternehmen, begleiten Investition und unterstützen die Transformation der Wirtschaft!

00:01:56: Eine nachhaltige Erholung eröffnet neue Geschäftschancen.

00:02:00: Anhaltende strukturelle Schwächen hingegen und geopolitische Risiken können die Kreditqualität belasten und neue Herausforderungen für das Risikomanagement schaffen.

00:02:08: Unsere Leitfrage heute zwischen Stimmungsproblemen- und Strukturkrise, wo steht die deutsche Wirtschaft aktuell?

00:02:15: Ich bin Jan Müller Diethardt Berater bei ZDB Und mein Gast heute ist Dr.

00:02:18: Markus DeMarie Senior Economist für Geldpolitik und Finanzmarktekonomik am Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln.

00:02:25: Markus ist so gesehen schon eine bekannte Stimme bei uns im Podcast mit dem ich immer wieder gerne über die wirtschaftlichen Entwicklung entspreche.

00:02:32: Das haben wir heute auch vor!

00:02:33: Hallo Markus, herzlich willkommen zurück im Podcast.

00:02:36: Schön dass du bei uns bist.

00:02:37: Hallo Jan, grüße dich.

00:02:39: Ich freue mich auf unser Gespräch heute.

00:02:41: Lass uns direkt starten – mit der Leitfrage für diese Folge hat Deutschland aktuell eher ein Stimmungsproblem oder eine Strukturkrise?

00:02:50: Also steigen gleich tiefer in die Analyse ein.

00:02:52: trotzdem zu Beginn An dich die Frage, Markus.

00:02:55: Was trifft auf Deutschland in der aktuellen wirtschaftlichen Situation besser zu?

00:03:00: Stimmungsprobleme oder Strukturkrise?

00:03:02: Ich denke dass ich beides gegenseitig verstärken kann.

00:03:06: Schauen wir mal auf die Zahlen Die Industrie-Wertschöpfung liegt im zweiten Quartal zwanzig sechsundzwanzig knapp fünf Prozent unter dem Niveau vor der Pandemie und den geopolitischen Shocks, die wir erlebt haben.

00:03:19: Im Bau sind es sogar zwanzich Prozent weniger als zwei tausend neunzehn.

00:03:24: Gleichzeitig sind die privaten Investitionen rückläufig.

00:03:28: Unternehmen warten, weil Energie-, Handelspolitik- und Wirtschaftspolitischer Kurs im Moment einfach schwer kalkulierbar sind.

00:03:36: Wir haben hohe Unsicherheit.

00:03:38: Und ohne die Investition erreichen wir kein richtig starkes Wachstum.

00:03:42: Das kann sich selbst bedingen.

00:03:43: Die Investitionsaufsichten für die Unternehmen sind unsicher.

00:03:47: Die Unternehmen investieren nicht.

00:03:49: Damit entsteht kein Wirtschaftswachstum und ohne dieses Wirtschaftswachsen haben wir auch keine guten Investitionsaussichten.

00:03:55: Von daher sind wenn durchaus in der Situation, wo sich beides gegenseitig verstärken kann an der Weg daraus ist natürlich aus diesem Teufelskreis herauszubrechen.

00:04:06: ja Jetzt haben ja kürzlich führende Wirtschaftsinstitute in Deutschland darunter auch das IW, an dem du ja selbst Forschung arbeitest.

00:04:14: Im Rahmen ihres Herbstgutachtens die BIP-Wachstumsprognose für zwanzig sechsundzwanzig – man muss sagen stark nach oben korrigiert!

00:04:21: Also von nur Komma sechs Prozent also unter ein Prozent im Frühjahr auf jetzt über einen Prozent oder so eins Komma drei Prozent.

00:04:28: In der letzten Woche hat auch die Bundesregierung ihre Prognose erhöht auf ebenfalls Eins Komma Drei Prozent.

00:04:35: Da scheint es doch irgendwie besser zu laufen, als erwartet.

00:04:38: So richtig finde ich.

00:04:39: gefühlt kommt das aber in der Bevölkerung nicht an.

00:04:42: Ist es mittlerweile die Stimmung der Bevölkerungen, die die Erholung ausbremst?

00:04:47: Also wir gehen in unsere Herbstprognose von einies-kommar zwei Prozent Wachstum in diesem Jahr aus.

00:04:52: also wir liegen ja im ähnlichen Bereich wie die anderen Prognosen.

00:04:57: für zwanzig siebenundzwanzig rechnen wir mit knapp einen Prozent Wirtschaftswachstoumen.

00:05:03: Das heißt, die Erholung wird ein bisschen auch an Tempo verlieren.

00:05:08: Aber ich glaube wir sind trotzdem auf einem guten Weg.

00:05:11: Trotzdem merken wir im Alltag nicht so viel davon.

00:05:14: Die Inflation ist noch ein bisschen hoch und natürlich die hohen Energiepreise, die kosten Kaufkraft.

00:05:22: Und damit kommt eigentlich das Wachstum bei der Bevölkerung nicht so richtig an weil man natürlich damit rechnen muss dass vielleicht die Nebenkostenabrechnungen etwas höher ausfallen wird aufgrund der hohen Energiepreise.

00:05:36: Dazu kommen halt diese geopolitischen Unsicherheiten, die wir haben und das drückt natürlich bei vielen auch auf die Stimmung.

00:05:44: Ja

00:05:45: jetzt ist es ja so ich versuche mal eine kleine Analogie zum Fußball dass seit dem Wechsel des Bundestrainers, da haben wir Neujürgen Klopp bekanntlich herrscht in Deutschland so ne merkwürdige Aufbruchsstimmung zumindest im Fußball.

00:05:59: Drei von vier Spiele ohne sie kann man jetzt gesehen trotzdem keine schlechte Laune.

00:06:04: Kann man daraus irgendwie was lernen, wie man die Stimmung der Wirtschaft verbessern kann?

00:06:08: Ich finde er macht das sehr gut!

00:06:10: Also er schafft es ja so ein bisschen den Druck daraus zu nehmen indem er auch so signalisiert wir wollen jetzt auch mal ein bisschen etwas ausprobieren.

00:06:19: Wir sollen experimentieren, wir wollen aus Fehlern... Lernen ist ja eigentlich so eine Fehler Kultur, die man so aus dem Silicon Valley kennt.

00:06:27: Und da haben wir auch irgendwie ein bisschen der Wirtschaftsanalogie auch direkt und ich glaube es ist was er schafft.

00:06:34: Er schafft eine Vision.

00:06:36: Das ist sehr wichtig.

00:06:37: Er hat Vertrauen in die Spieler einen offenen Blick für Baustellen und wir glauben eine gute Fehlerkultur.

00:06:44: Wir lernen aus Fehlern.

00:06:45: den hat er da reingebracht und ich glaub das macht ne gute Stimmung Wenn wir uns jetzt mal so ein bisschen nochmal versuchen, das wirtschaftlich zu interpretieren.

00:06:54: Wir haben viele Unsicherheiten bei Energieversorgung und bei wirtschaftspolitischem Kurs.

00:06:59: Vielleicht muss man sich als Politik vielleicht noch ein bisschen mehr Jürgen Klopp wagen.

00:07:03: Mehr Perspektive schaffen.

00:07:07: Und vielleicht kann man auch die Stimmung, die wir im Moment haben ins Positive dann wieder drehen?

00:07:13: Herr Finchten, entspannende Ansatz wo glaube ich auch kommunikativ viel gemacht werden könnte, um die Bevölkerung auch besser mitzunehmen.

00:07:22: Jetzt ist aber so eine bessere Stimmung allein wird glaube ich nicht reichen, um wirtschaftlich wieder mehr zu wachsen.

00:07:29: Was trägt denn die konjunkturelle Erholung, die wir derzeit beobachten?

00:07:33: Wir haben ja jetzt eben von der Prognose von ein bis zwei Prozent für zwanzig, sechsundzwanzig gesprochen.

00:07:39: Was sind sozusagen die Treiber Meinung nach und wie nachhaltig sind diese?

00:07:44: Sehr positive Überraschungsfaktor aus der Außenhandel.

00:07:47: Also nach drei Jahren Rückgang, sehen wir jetzt auf einmal wieder Wachstum fürs zweite Quartal.

00:07:54: So fünf Prozent gegenüber Vorjahr wird das gesamte Jahr erwarten.

00:07:57: wenn Export plus von zwei Komma acht Prozent import Plus von zwei Prozent.

00:08:03: Es ist natürlich noch kein so richtiger Export boom.

00:08:06: aber Sag mal was geht in die richtige Richtung?

00:08:10: Ist momentan ein bisschen auf Chemie und Elektro fokussiert.

00:08:14: Aber ich denke mal da werden auch so ein bisschen mehr auch passieren und sich das ganze Wachstum da auch verbreitern.

00:08:23: Aber wir haben natürlich gewisse strukturelle Probleme, die bleiben hohe Produktionskosten belasten das natürlich Protektionismus erschwert – das Geschäften und der Wettbewerbsdruck aus China.

00:08:38: Dann haben wir den Staatskonsum, der ist relativ stark gewachsen zum Aufschwung beigetragen.

00:08:46: Da ist natürlich auch das Sondervermögen, was da entsprechend eine Rolle spielt hinzukommen die Verteidigungsausgaben.

00:08:54: Das führt natürlich zu zusätzlicher Nachfrage.

00:08:59: Allerdings fehlt das, sagst du bei den privaten Investitionen wo es eigentlich hin müsste?

00:09:04: Die Bruttoanlageinvestition Lagen wir nur mal fünf Prozent im ersten halben Jahr.

00:09:09: Wir erwarten insgesamt ein plus von null Komma.

00:09:12: fünf Prozent höhere höheres Wachstum sehen wir so bei Forschung Software Datenbanken, da zeichnet sich so ein gewisser KI boom ab.

00:09:22: Da sieht man schon so bisschen wo das Wachs zum an der Stelle herkommt und der Konsum ist n wächst natürlich auch ein bisschen zu schwach an der stelle.

00:09:32: Insgesamt sind natürlich die ganzen globalen Unsicherheiten, höhere Energiepreise und so weiter.

00:09:40: Das zeigt sich hier natürlich auch in den Wirtschaftskennzahlen.

00:09:43: Ja bevor wir gleich noch ein bisschen tiefer einsteigen wie sozusagen die ganzen veränderten Rahmenbedingungen auch gerade das deutsche Wirtschaftsmodell beeinflussen möchte ich ganz kurz einmal den Blick etwas weiten und als nächstes mal auf die Eurozone schauen.

00:10:00: also nochmal Wichtig Deutschland dort und die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Vergleich zu den anderen Ländern im Euro-Raum.

00:10:09: Im Vergleich zum anderen Ländern in dem Euro- Raum oder zum Euro-Raum.

00:10:12: Durchschnitt wachsen wir unterdurchschnittlich, aber man muss das vielleicht auch mal so sehen – die ehemaligen Krisenländer im Euroraum wachsen jetzt auf einmal stärker!

00:10:24: Das ist eigentlich ganz gut.

00:10:25: Griechenland ist im letzten Jahr mit zwei Komma ein Prozent gewachsen, Spanien mit zwei Komma sechs Prozent der Land sogar acht Prozent.

00:10:34: Das zeigt so ein bisschen Risikofraktoren die wir früher hatten.

00:10:38: Die sind auf einmal nicht da.

00:10:40: man hört zum Beispiel auch das Griechenland vorzeitig Hilfskredite zurückzahlen kann.

00:10:45: es nicht alles positive Meldungen.

00:10:48: Frankreich macht Bezug auf Staatsverschuldung ein bisschen Sorgen aktuell aber ich glaube da kommen wir gleich noch zu, auf dieses Thema.

00:10:58: Aber man merkt natürlich an den ehemaligen Krisenländernhin Reformen funktionieren.

00:11:05: Das ist muss ich sagen die positive Erfahrung, die man aus den aktuellen Zahlen ziehen kann.

00:11:13: Es finden spannende Gedanken.

00:11:14: also so gesehen das durch die harten Zeiten durch diese Länder durchgegangen sind aber auch die Reformarbeit, die sie geleistet haben ihnen jetzt sozusagen ist ein Ikaten spielt oder sie dann auch vielleicht resilienter macht für diese schwierigen Zeiten.

00:11:29: Und das sind Weltauhinweise, was in Deutschland Welt auch fehlt oder verschlafen wurde, was uns jetzt ein bisschen auf die Füße fällt.

00:11:36: und da wäre ich sozusagen auch beim nächsten Punkt direkt.

00:11:38: also über die veränderten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten wir ja schon mal gemeinsam in einem vorherigen Podcast voll gesprochen.

00:11:46: ganz kurz nochmal es gibt größere geopolitische Unsicherheiten.

00:11:49: es gibt nach wie vor Die sehr protectionistische Handelspolitik mit Zöllen.

00:11:55: Wir haben eine weiterhin unsichere Energieversorgung und wir haben auch fundamentale Veränderungen bei den Absatzmärkten, schauen wir mal auf China- und Chinas Strategie.

00:12:04: da hat sich vieles einfach verändert.

00:12:06: Diese Entwicklung haben über die letzten Monate ja eher sich verschärft als entspannt.

00:12:11: Stichwort Irankrieg.

00:12:13: Stichtwort auch wie ich gerade schon meinte, Chinas aggressive Exporte Richtung Europa.

00:12:17: denken wir an E-Autos.

00:12:19: Ja, trifft diese veränderte Weltwirtschaft Deutschland besonders hart.

00:12:24: Deutschland ist ja traditionell sehr stark mit der Weltswirtschaft verwoben.

00:12:29: als exportorientiertes Land haben wir ja sehr stark davon profitiert, dass wir in vielen Ländern sehr exportstark sind.

00:12:40: das heißt von der Globalisierung haben wir sehr profitiert.

00:12:44: allerdings merken wir jetzt es gibt so einen Trend hin zu einer gewissen Art D-Globalisierung.

00:12:50: Wir merken, Protektionismus ist auf einmal ein großes Thema mit geopolitischen Unsicherheiten und das trifft natürlich auch unser Exportmodell.

00:13:01: Gleichzeitig haben wir hohe Produktionskosten und der Wettbewerbsdruck, der ist einfach auch so mal härter geworden.

00:13:09: Das heißt, wir haben eigentlich eine stark verändernde Weltwirtschaft, in der wir uns auch dann als Wirtschaft zurechtfinden müssen.

00:13:21: Ich finde, wären wir gleich bei meiner nächsten Frage ob Deutschland in dieser neuen Welt oder neuen wirtschaftlichen geopolitischen Struktur seinen Platz schon gefunden hat

00:13:34: bzw.,

00:13:36: wie dieser neue Platz oder diese passende strategische Ausrichtung aussehen müsste.

00:13:43: Also wie könnten, sag ich mal, Eckpfeiler in einer solchen Strategie aussehen?

00:13:46: Markus.

00:13:47: Ich glaube mit einer verlässlichen und bezahlbaren Energie haben wir viel geschafft.

00:13:54: also die Transformationen, die Unternehmen vor sich noch haben hin zu Klima-Neutralität.

00:14:01: für sie brauchen wir auf jeden Fall günstige Energie damit die Unternehmen investieren können.

00:14:08: also der Transformation auch als Chance für Unternehmen brauchen schnellere Genehmigung, weniger Bürokratie.

00:14:15: Ich denke das muss zu einer Neuorientierung der Wirtschaft oder den Rahmenbedingungen gehören.

00:14:25: Breitere Handelsbeziehungen vielleicht auch andere in Bezug auf Unsicherheiten die wir haben und natürlich mehr KI, mehr Digitalisierung und Forschung um mit dem ganzen neuen Trend mithalten zu können.

00:14:42: Wir sehen ja auch gerade bei vielen digitalen Dienstleistungen, dass wir sehr viele davon aus den USA importieren.

00:14:49: Für uns ist es aber auch wichtig das wir da mit eigenen Produkten wettbewerbsfähig sind.

00:14:56: und ja also KI als Chance müssen wir auf jeden Fall nutzen.

00:15:03: was ich auch immer hören dem Zusammenhang ist sozusagen in dieser ersten Welle sag mal der Entwicklung der Modelle hier ein Stück weit irgendwie das Rennen schon, ich sag mal jetzt weitestgehend gelaufen ist.

00:15:12: Aber in den Folgewellen also jetzt gerade auch das Thema Daten aus Industrieunternehmen oder Robotik und dergleichen mit KI zu verbinden, dass da ja noch sehr viel Potenziales sind, dass daher eigentlich die Grundlage auch vieler deutscher Unternehmen denken werden im Mittelstand usw.

00:15:27: eigentlich geschaffen ist?

00:15:29: Vielleicht ist das ja auch sage ich mal ein Bereich wo man sich auch strategisch nochmal stärker positionieren sollte.

00:15:36: Das vielleicht auch ein Feld wäre, wo Deutschland führend werden könnte.

00:15:40: Unsere Unternehmen sind hochgradig innovativ.

00:15:43: Also ich glaube, dass KI da eine ganz große Chance für uns ist und ich glaub', da wird noch viel

00:15:50: passieren.".

00:15:51: Genau!

00:15:51: Ich würde ganz gerne sozusagen zu einem nächsten Themenkomplex kommen wo ich ein bisschen stärker über das Thema Finanzmärkte banken die uns ja auch bei CDB mal sehr interessieren und auch das Thema Staatsschuldenkrise versprechen wollen würde.

00:16:07: Lass uns aber erst einmal starten mit den Finanzm Märkten.

00:16:09: So der DAX hat ja letztes Jahr, also letztes Ja wo gemerkt unglaubliche dreiundzwanzig Prozent Rendite erzielt.

00:16:15: Das ist ja schon wirklich bemerkenswert.

00:16:19: in diesem Jahr sind wir dann eher bei zwei Prozent.

00:16:22: bis jetzt hatte ich danach geschaut wie passt denn die Entwicklung des Aktienmarktes zur konjunkturellen Situation?

00:16:29: Die Unternehmen die im DAX sind natürlich in die globale Wirtschaft sehr stark eingebunden und spiegeln natürlich dann auch die konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft wieder.

00:16:41: Das heißt, der DAX spielt nicht so eins zu eins die deutsche Binnenkonjunktur wieder weil letztlich auch ein Großteil unserer Unternehmen die ganzen kleinen mittelständischen Unternehmen ja gar nicht an der Börse gelistet sind.

00:16:55: Damit misst der DAx oder der Aktienmarkt eigentlich eher eine globale Konjunktur, die wir hier haben und hängt natürlich auch wenn wir mal den deutschen Aktienindex mit anderen Indizes vergleichen.

00:17:12: So ein Standard in Pours oder vielleicht im MSCI World ja auch eine andere Unternehmenszusammensetzung wieder.

00:17:20: der S&P Five Hundred ist etwas stärker gestiegen.

00:17:24: Vergleichsweise liegt natürlich daran dass da halt entsprechend die ganzen Technologiekonzerne drin sind und der KI Boom zeigt sich natürlich dann in so einem amerikanischen Aktienindex viel stärker, weil da die USA im Moment extrem boomt.

00:17:42: Und der MSIA World ist auch stark mit... Da sind viele US-Unternehmen drinnen, spiegelt diesen KI Boom letztlich wieder.

00:17:52: Ich denke diese Geschichte des KI Booms sehen wir im Moment an den Börsen und der spiegelt sich dann natürlich auch in diesen stark wachsten Aktienkursen wieder.

00:18:00: Ja, vielleicht auch noch mal auch weiterhin die Richtung gefragt.

00:18:05: wenn man jetzt diese steigenden Aktienkurse beobachtet nimmt dann die Börse eine Erholung schon vorweg oder unterschätzen die Anleger hier eher die Risiken?

00:18:16: Grundsätzlich ist es ja so.

00:18:17: das sind ja Erwartungen die auch im Finanzmarkt Preisen drinstehen oder drinstecken und ich denke dass die Borse Tatsächlich hier auch ein Wirtschaftswachstum vielleicht auch schon voraussieht, was wir vielleicht dann im nächsten oder übernächsten Jahr sehen werden.

00:18:35: Ich denke KI ist großes Thema für unsere Unternehmen und wird auch viele Innovationen hier auslösen können und möglicherweise nimmt die Börse dieses Wachstums, das noch kommen wird, hier in einer gewissen Weise auch schon vorweg?

00:18:50: Ja, da spannende Punkt, sagen wir mal die Zukunft wird uns dann zeigen, wie wir das nächste Mal sprechen.

00:18:56: Was es da tatsächlich ist... was man jetzt auch gesehen hat in den letzten Wochen, dass es immer größere Sorgen gab mit Blick auf die Anleihe-Märkte also gerade auch der Anstieg der Anleihrenditen.

00:19:09: Das befeuert jetzt zunehmend die Diskussion, die man auch so in den Medien beobachten kann einer neuen Schuldenkrise.

00:19:16: Wie gefährlich ist denn die Entwicklung der Staatsverschuldung im Euroraum?

00:19:20: Also was ihr sehen ist, dass wir in so eine Hochzeinsphase reingekommen sind.

00:19:25: Da sind aber drei Faktoren für verantwortlich.

00:19:28: das erste natürlich die Inflationserwartung, die in den Zinsen drin stecken weil Anleger natürlich eine Kompensation für Kaufkraftverlust haben möchten und angesichts der gestiegenen Energiepreise sind die Ininflationserwartungen auch entsprechend hoch und spiegeln sich in Zinsn wieder.

00:19:46: Wir haben eine hohe Kapitalnachfrage.

00:19:49: Der KI-Boom löst ja auch ne Nachfrage nach Hardware aus, der Bau von Rechenzentren in Nachfragen nach Computerchips.

00:19:59: Das spiegelt sich natürlich.

00:20:01: dieser Kapitalbedarf, spiegels ich auch in den Zinsen wieder.

00:20:05: und dann haben wir das Länderrisiko.

00:20:07: Das erklärt natürlich die Differenzen.

00:20:11: Wir haben Länder mit teilweise sehr hoher Staatsschuldengquote.

00:20:15: Dazu gehört auch der sichere Hafen USA.

00:20:18: USA traditionell wird ja von Kapitalanlegern als sicheren Hafen gesehen, hat aber auch eine Staatsschuldenquote die im Zeitablauf stetig gestiegen ist.

00:20:30: Sie ging einmal während der globalen Finanzmarktkrise hoch und ist dann nicht wirklich zurückgefahren worden anders als in Deutschland.

00:20:38: In dem.

00:20:39: Die ist während der Pandemie nochmal angestiegen und jetzt sind wir eigentlich auch so im Rekordwert in den USA.

00:20:48: Und da werden glaube ich Anleger ja schon ein bisschen nervös, wenn so einen global sicheren Hafen gleichzeitig natürlich eine hohe Staatsschuldenquote hat und vielleicht auch Kennzahlen die so ein bisschen zeigen.

00:21:00: diese Staatsschulen werden möglicherweise nur schwer zurückzuführen sein.

00:21:06: Ähnlich sieht das in Europa aus, aber doch mal ein bisschen gespaltener.

00:21:10: Ich hatte es ja schon gesagt die ehemaligen Krisenländer der Euro-Schuldenkrise für viele von denen sehen die Kennzahlen gut aus.

00:21:19: also Griechenland hat zwar weiterhin eine hohe Schuldenquote Aber gleichzeitig sehen wir dass Griechienland Haushaltsüberschüsse hat und Wirtschaftswachstum was gut ist und dass sie auch Kredite vorzeitig tilgen.

00:21:31: Es macht einen gewissen Sinne Hoffnung Wenn man bedenkt Irland und Zypern haben mittlerweile sehr, sehr niedrige Schuldenquoten.

00:21:40: Aber was ein bisschen Sorge macht ist Frankreich.

00:21:43: Einer ähnlich hohe Schuldenquote wie die USA und gleichzeitig aber auch so eine politische Zerrissenheit wo die Anleger sich natürlich Fragen schafft das Frankreich Reform umzusetzen.

00:21:56: Und hier muss man sich natürlich schon ein bisschen Sorgen machen bei einer hohen Schulden Quote von Frankreich es ist die zweitgrößte Wirtschaft im Euroraum, eine Schuldenkrise in Frankreich ist etwas ganz anderes als eine Schuldenkrise im Griechenland.

00:22:11: Von daher muss man das natürlich auch mit einer gewissen Vorsicht beobachten bzw.

00:22:17: Kapitalanleger beobachen und das natürlich mit einer Gewissenvorsicht wie sich da entsprechend die Verschuldungssituation entwickelt.

00:22:27: Ja für dich ein spannendes Thema, wie es da weitergeht?

00:22:31: Nichtsdestotrotz würde ich jetzt ganz gerne mal auf die Banken zu sprechen kommen und in dem Zusammenhang nochmal auf das Thema Inflationsentwicklung.

00:22:39: Zuletzt ist es ja so, dass die Inflationerrate in Deutschland erneut angestiegen sind auf über drei Prozent.

00:22:45: Und die EZB hat ja auch zuletzt den Leitzins erneuert erhöht um Null, zwei fünf Prozent auf zweieinhalb Prozent.

00:22:54: Wie stehen denn die Bank in dieser Situation?

00:22:57: aus Schuldenkrise?

00:22:58: Inflationsorgen und hohen Zinsen da?

00:23:01: Sind Sie stabil und profitabel genug für die aktuell herausfordernden Zeiten?

00:23:06: Ist ein bisschen immer die Frage, was ist so der Vergleichsmaßstab.

00:23:09: In den USA?

00:23:09: die Banken sind traditionell etwas profitabler liegt natürlich aber auch daran dass sie weniger stark vom Zinsgeschäft abhängig sind und stärker auf Provisionseinnahmen setzen.

00:23:22: Die USA hatten kapitalmarktorientiertes Finanzsysteme Provisionseinnahmen eine viel größere Rolle als bei uns.

00:23:31: Wir haben traditionellen Bankbasiertes Finanzsystem mit natürlich höheren Zinsabhängigkeit und die gestiegenen Zinzen haben natürlich Effekt für die Banken, dass ihre eigenen Finanzierungskosten natürlich etwas schneller steigen als die Zinseinnahmen weil natürlich auch hier traditionell längere Zinsbindungsfristen bei Krediten entsprechend auch bestehen.

00:24:00: Auf der anderen Seite mit dem gestiegenen Wirtschaftswachstum wird ja auch die Kreditnachfrage wiederum ansteigen, sodass insgesamt Banken eigentlich im Moment gut aufgestellt

00:24:12: sind.".

00:24:14: Okay dann möchte ich noch mal zurückkommen zum Anfang sozusagen auch meiner Einleitung.

00:24:18: da hatte ich auch von der korrigierten Wachstumsprognose für.

00:24:25: Ist denn die Kreditnachfrage bei Banken hoch genug, um ein Aufschwung zu finanzieren oder werden Kreditfinanzierungen derzeit zu teuer und werden die Wirtschaft mit Blick nach vorne eher wieder abwirken?

00:24:38: Was denkst du da zu?

00:24:40: Na ja sagen wir mal natürlich so.

00:24:42: Die Kredit Nachfrage hängt natürlich stark von den Investitionen ab.

00:24:47: Wenn Investition anziehen wird auch die Krediten Nachfrage wieder steigen und wir sehen natürlich im Vergleich zu der Zeit vor noch mehreren Jahren sind wir jetzt in einem Hochzinsumfeld.

00:25:01: Das heißt Finanzierungen sind natürlich auch vom Markt her einfach natürlich teurer, ich denke aber nicht dass Finanzierung an dieser Stelle sozusagen Investitionen großartig behindern werden.

00:25:16: Ich denke die Banken sind von einer Eigenkapital-Situation her sehr gut ausgestattet.

00:25:21: Die können Finanzierung stemmen.

00:25:24: Allerdings muss man natürlich auch bedenken, wir sind nicht mehr in so einer komfortablen Situation.

00:25:31: Wo wir am Kapitalmarkt sehr niedrige Zinsen haben, sondern Finanzierungskosten spielen jetzt eine deutlich höhere Rolle als sie das noch vor einigen Jahren getan haben.

00:25:41: Ja gut!

00:25:42: Jetzt abschließend im nächsten Fragenblock Markus würde ich ganz gerne nochmal ausführlicher über die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für Wachstum und eine Erholung der Wirtschaft sprechen.

00:25:52: Du warst ja schon eben kurz am Rande ein bisschen eingegangen auf das Thema Innovationskraft.

00:25:56: Deswegen zuerst die Frage an dich, fehlt es Deutschland an Innovation?

00:26:01: Wir haben ja traditionell sehr innovative Unternehmen.

00:26:04: Unsere Unternehmen sind auch sehr Forschungs- stark.

00:26:06: aber was wir sehen ist einfach dass die Entwicklung im Bereich künstliche Intelligenz ... Das ist einfach wahnsinnig schnell!

00:26:14: Was da aktuell passiert und ich glaube Wir müssen uns einfach darauf einstellen, mit diesen Geschwindigkeiten auch mithalten zu können.

00:26:24: Und da hilft schon so einen Blick in die USA.

00:26:27: wir sehen da auch die Investitionen nicht nur in Software sondern auch in Hardware die man für KI braucht Rechenzentren Computer Chips.

00:26:38: das hat unwahrscheinlich angezogen und da müssen wir mithhalten können vor allem wenn wir wollen dass unsere Rechenleistung halt in Europa stattfindet.

00:26:49: Das heißt, wir müssen auch Rechenzentren möglicherweise auch massiv ausbauen.

00:26:55: Als nächstes würde ich ganz gerne, weil zu den Rahmenbedingungen ist ja sozusagen auch das politische Setup interessant und wir haben ja beobachtet in den letzten Monaten dass sich da einiges bewegt hat.

00:27:06: Man hat gesehen, dass es zunehmend die Entwicklung gibt, dass die politische Mitte erodiert.

00:27:13: An dich die Frage, wie beurteilst du die politische Lage aus wirtschaftlicher Sicht?

00:27:17: Für Investitionen ist natürlich Unsicherheit immer schwierig.

00:27:24: Und ich glaube ganz wichtig Aus wirtschaftliche Sicht mehr wieder Richtung Koalitionsresort zu gehen weniger Meinungsdifferenz zu haben so ein bisschen Das was wir am Anfang schon gesagt haben, was wir aus dem Fußball schon mitgenommen hatten.

00:27:42: Die Perspektive ist wichtig die Vision ist wichtig und daran muss die Politik aktuell eigentlich in vielerlei Hinsicht arbeiten.

00:27:53: also Unternehmen oder Bürger brauchen eine Vision auch ein Wachstummodell und gewisse Orientierungen da besser, als wenn man dieses Tankrabatt hier und andere Sachen da.

00:28:07: Und es braucht schon irgendwie so die große Vision mit so einer Vision.

00:28:15: Da komme ich nochmal auf den Fußball zurück.

00:28:17: Da kann man auch mal Fehler machen.

00:28:19: Wenn sozusagen der Weg stimmt, dann dürfen auch kleine Fehler passieren.

00:28:25: Die werden dann auch verziehen.

00:28:27: aber die Vision Die muss letztendlich stimmen.

00:28:31: Also Unternehmen müssen wissen, wie können sie investieren?

00:28:35: Wie können Sie sicher investieren und wie können Sie Ihre Transformation hin zur Klimaneutralität gestalten?

00:28:43: Sind die Staatsfinanzen verlässlich, sind die Rahmenbedingungen verläßlich?

00:28:47: Das ist alles ganz wichtige Faktoren!

00:28:54: Da braucht es halt eine eindeutige Vision.

00:28:58: Erfinde ich einen spannenden Punkt.

00:29:00: Trotzdem da noch mal ein bisschen tiefer eingestiegen, warum ist denn die politische Unsicherheit für die Wirtschaft so schädlich?

00:29:08: Naja, warten ist ja eine Option, die man hat.

00:29:12: Wenn man unter Unsicherheiten investiert und weiß mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wird die Investition ein Erfolg aber mit einer Gewissenwahrscheinlichkeit die schätzt man hoch ein, dann ist es möglicherweise besser erstmal abzuwarten auf Zeiten wo Unsicherheit niedriger ist.

00:29:36: Und wenn Unternehmen abwarten können, dann fehlen Investitionen und wenn Investition fehlen, dann fehlt Wachstum.

00:29:43: Dann sind wir ja in diesem Teufelskreis den wir am Anfang auch beschrieben haben.

00:29:47: Da ist man drin und da kommt man so schnell nicht raus und dazu braucht man eigentlich eine Vision oder eine gewisse, sagen wir mal ein stabiles Umfeld.

00:29:57: Das einem zeigt investieren lohnt sich abwarten lohnt es sich nicht und dann kommt man auf diesen Wachstumspfad wieder zurück.

00:30:06: Das würde ja wahrscheinlich perspektivisch dann auch bisschen aus einer Leitfrage zurückkommen.

00:30:11: Auch dieses Thema Stimmung auch wieder heben und würde sich dann auch gegenseitig sag jetzt mal ein Stück weit befruchten und dem Ganzen auch einen stückweit vielleicht Momentum geben.

00:30:23: Und da bin ich grad beim Thema, lass uns auch noch mal ein bisschen über die Reformpakete und die Vorhaben der Regierung sprechen.

00:30:28: Da tut sich ja einiges, wo man auch erkannt hat.

00:30:31: hier gibt es strukturelle Herausforderungen.

00:30:34: Ich spreche mir immer das Thema an Sondervermögen für Infrastruktur, das Thema soziale Sicherungssysteme mit Blick auf die Reformvorhaben zur gesetzlichen Krankenversicherung oder auch Rente.

00:30:45: Das Thema Bürokratieabbau oder auch jetzt kürztlich das Thema Steuerpolitik.

00:30:50: Warum wirken diese Reform bislang nicht stärker?

00:30:54: Beziehungsweise, wann werden wir denn ihre Wirkung sehen.

00:30:58: Wann wird sich die dann entfalten?

00:31:00: Ich glaube so gewisse Dinge brauchen halt auch eine Zeit bis man ein bisschen Einfluss auf Wirtschaftswachstum haben.

00:31:12: das geht nicht einfach mal eben so schnell dass das Sondervermögen beschlossen wurde ist ein gewisses Signal.

00:31:21: Aber die Infrastruktur ist ja nicht automatisch besser.

00:31:23: Die Umsetzung, die dauert ja eine gewisse Zeit und erst wenn die Unternehmen eine verlässliche moderne Infrastruktur haben dann investieren sie.

00:31:34: Das hat eine gewissen zeitliche Verzögerung.

00:31:37: Die muss man halt auch im gewissen Sinne abwarten um zu sehen wann sich die Wirkung entfalten hat.

00:31:48: Wir sind ja in so einer Situation bewolltringend, dass sich was ändert.

00:31:53: Und schnell.

00:31:54: aber das Reformwirken dauert manchmal auch ein bisschen länger und da muss man auch eine gewisse Geduld haben.

00:32:01: Ja irgendwie.

00:32:01: man muss da jetzt zwar irgendwie durch Aber zeitgleich will man auch irgendwie stimmungsmäßig diese Hoffnung und Zuversicht doch dann irgendwo schon sehen.

00:32:11: deswegen klammern sie vielleicht mal noch ein Stück weit an diesen besseren Prognosen fest, dass man sagt jetzt geht es bergauf.

00:32:17: Was siehst du denn für Probleme bei der Umsetzung?

00:32:20: Wenn

00:32:21: wir uns nochmal aus Sicht der Unternehmen uns das anschauen Das Thema Energiepreise und hoher Energiekosten die sind da.

00:32:30: Wir sind sehr stark abhängig von den von den Weltmärkten hier Die gestiegenen Öl- und Gaspreise die merken wir halt sofort.

00:32:39: Wir sehen auch noch das Unternehmen halt stark durch Bürokratie belastet sind.

00:32:44: Und all das sind natürlich, wenn wir das so summieren haben dann viele Investitionshemmnisse die gleichzeitig noch da sind und sich nicht so leicht abbauen lassen.

00:32:56: aber ich glaube trotzdem dass wir auf einem guten Weg sind.

00:33:01: das Thema Bürokratee Entlastung ist glaube ich von der Politik auch erkannt worden.

00:33:08: mit dem Sondervermögen Ist ein Impuls gegeben worden für bessere Infrastruktur?

00:33:14: Es wird noch ein bisschen brauchen, bis wir das auch letztlich die Verbesserung der Infrastruktur auch real merken werden.

00:33:23: Aber ich denke dass wir da insgesamt auf einem guten Weg sind.

00:33:27: Jetzt sei mal reformtechnisch.

00:33:31: tut sicher viel ist auch viel in der Pipeline.

00:33:34: Welche Veränderungen würdest du denn da wie priorisieren?

00:33:40: Wir müssten alles an dem Thema Investitionen ausrichten.

00:33:44: Das Wachstum der Investition ist zu wenig, er hat mir gesagt vor allem ist das Wachsummoment durch die staatliche Nachfrage getrieben und wir brauchen aber deutlich mehr private Investition.

00:33:58: Das heißt eigentlich müssten wir alles darauf ausrichten dass wir wieder in so eine Investitionskonjunktur reinkommen Von einer einfachen Zugang zur Finanzierung bis zu weniger Unsicherheit, niedrigere Energiepreise.

00:34:17: Ich glaube es braucht dieses gesamte Paket damit Investitionen wieder anspringen und binnen investitionsgetriebenen Aufschwung bekommen.

00:34:26: Ja vielleicht nochmal Bezug nehmt auf unsere Leitfrage.

00:34:29: Wie er war haben wir ein Stimmungsproblem oder sind wir wirklich in der Strukturkrise?

00:34:35: Hast du gesagt Das schon sich gegenseitig auch beeinflusst und wir irgendwie von Beidem was haben.

00:34:41: Wir haben über das Thema Stimmung gesprochen, wir haben auch über das themareformen gesprochen die ja eher Richtung Strukturkrise gehen.

00:34:48: würde ich ganz am Ende die Folge gerne abschließen mit der Frage dass wir nochmal den Blick nach vorne richten.

00:34:54: woran erkennst du denn Markus?

00:34:56: Dass Deutschland die Krise wirklich überwinden wird?

00:35:01: Ich glaube wichtig ist das Erkennen des Problems.

00:35:05: Wir haben gemerkt, wir müssen mit Bürokratie übertrieben und Unternehmen entlasten.

00:35:15: Die Handlungsfelder sind eigentlich so weit klar, es geht jetzt nur noch um die Umsetzung.

00:35:24: schnell schaffen werden.

00:35:27: Wir wissen, dass wir zu wenig Tempo bei Genehmigung und Planungsverfahren haben nur so als Beispiel aber ich glaube das ist erkannt in der Politik und ich glaube wir werden jetzt auch nach und nach sehen, dass sich die Rahmenbedingungen verbessern und dann können die Unternehmen auch wieder investieren und expandieren.

00:35:47: Ich glaube was ich auch einen guten Punkt fand es braucht auch ein Stück weit dieses Durchhalten Dieses schon durchhalten abwarten, dass die Sachen wirken können.

00:35:56: Aber ich glaube zeitgleich muss man die Menschen auch mitnehmen kommunikativ und sammelt ein bisschen gesprochen bei Schach halten aber schon irgendwo auch mit einer Vision einem Narrativ mitnehmen in diesem Prozess.

00:36:09: das die halt irgendwo auch nicht dass wir auch die Zuversicht behalten oder auch wieder gewinnen die Potenziale, die Deutschland hat mit Innovation und auch den klugen Köpfen.

00:36:20: Dass wir das einfach weiter als große Chance sehen und dann auch nutzen können.

00:36:24: Markus vielen Dank für

00:36:26: das interessante

00:36:26: Gespräch und die ganzen spannenden Einblicke und Diskussionen.

00:36:30: Mir hat es sehr viel Spaß gemacht!

00:36:32: Ja, hat mich auch sehr gefreut.

00:36:35: Wir freuen uns immer sehr über eure Meinungen zu dem Thema gerne per Mail oder auch Social Media.

00:36:41: Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann abonniert doch gerne unseren Podcast.

00:36:45: Lasst eine Bewertung da!

00:36:47: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal bei Sound of Finance.

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