Wie die Stadtsparkasse Remscheid Transformation konsequent angeht
Shownotes
Transformation braucht Mut, Konsequenz und die Menschen im System
Michael Wellershaus, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Remscheid, spricht im Interview mit Marion Pfaller, Senior Managerin bei zeb consulting, über die spannende Transformationsreise seiner Sparkasse und darüber, warum Veränderung nur dann wirkt, wenn sie konsequent verfolgt und gemeinsam getragen wird.
3 Kernbotschaften aus dem Interview: 🔹 Nicht bis ins Letzte durchplanen, sondern ins Tun kommen und mutig sein, auf dem Weg zu lernen. 🔹 Kundenzentrierung entsteht dort, wo Mitarbeitende Verantwortung übernehmen können und Kunden die Veränderung konkret erleben. 🔹 Transformation ist keine reine Top-down-Aufgabe des Vorstandes. Sie braucht die Führungsmannschaft, breite Beteiligung der Mitarbeitenden und ein gemeinsames Durchhalten auch in anstrengenden Etappen.
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00:00:09: Der Kern ist glaube ich diese extrem gute Stimmung, die die Mitarbeiter selber erzeugt haben.
00:00:17: Dadurch dass sie gesehen haben das was wir tun hat auch tatsächlich einen Impact nach vorne zu tragen.
00:00:36: Heute sind wir zu Gast bei Michael Wellershaus dem Vorstandsvorsitzenden der Stadt Spakasse Rennstein.
00:00:42: Hallo Michael und vielen Dank dass wir hier sein dürfen!
00:00:44: Sehr gerne.
00:00:45: schön dass ihr da seid herzlich willkommen.
00:00:47: Die Stadtsparkasse Rämscheit hat sich vor einigen Jahren auf eine spannende Reise gemacht.
00:00:51: Es ist eine Transformationsreise hin zu einer kundenzentrierten Sparkasse, in der Mitarbeiter gerne arbeiten und ihr Bestes geben.
00:01:00: Michael was war für dich der Startpunkt dieser Reise?
00:01:04: Und warum habt ihr euch auf den Weg gemacht?
00:01:07: Der Startpunkt war tatsächlich im Jahr zwei tausend neunzehn schon und die Notwendigkeit Dinge zu verändern, nicht der Veränderung will sondern einfach weil sich die Wälder draußen so massiv geändert hat.
00:01:19: Also es hat sich so vieles geändert an Ansprüchen, die die Kunden mitgebracht haben, an regulatorischen Themen und so weiter.
00:01:25: und die Platt gesagt... Die Antworten von gestern sind nicht mehr die Lösung für die Fragen von heute.
00:01:31: Was habt ihr euch damals vorgenommen?
00:01:32: Was waren eure Ziele?
00:01:33: Wir wollten natürlich eine tolle Sparkasse bauen auf den Fundament, was wir vorher schon hatten.
00:01:38: Das war ja auch vieles schon richtig gut.
00:01:41: Es musste alles auf links gedreht werden aber die Entwicklung nach vorne war eben so für uns das wir gesagt haben da müssen wir dran und insbesondere das Thema Schnelligkeit in Richtung Kunde war für uns ein ganz wichtiges Thema.
00:01:54: echte Kundenzentrierung Auch die Unterscheidungen zu Kundenorientierung haben wir uns noch mal sehr genau vorgenommen Und wir waren der festen Überzeugung und sind das bis heute, dass das nur geht.
00:02:03: Wenn wir auch gute Mitarbeiter haben die Lust haben zu arbeiten mit den Kunden gemeinsam Dinge zu erreichen und damit für die Sparkasse eben ein Mehrwert bieten und letztlich für den Kunden dann damit auch mehr wird bieten.
00:02:16: Das war so die Haupt der Haupt ausschlaggebende Punkt sozusagen.
00:02:21: Und wenn du dich da noch mal so rein denkst in diese Startzeit und in die Ziele wie ihr euch damals gesetzt habt Wo steht die Stadtsverkasserei im Schalt heute?
00:02:34: Wir haben viele von den Zielen erreicht.
00:02:37: Ehrlicherweise gehört natürlich zur Wahl dazu, dass das immer ein Moving Target bleiben wird.
00:02:41: in so einem Prozess bist du nie fertig.
00:02:43: Das wird sicherlich immer wieder auch dazu führen, dass man sich da nochmal hinterfragen muss.
00:02:48: aber gerade so die Ziele was Arbeitgeberattraktivität angeht Aber auch die Kundenzentrierung sind messbar besser geworden.
00:02:56: Das konnten wir so sehr gut auch in den letzten Jahren nochmal validieren und auch der wirtschaftliche Erfolg, der für uns natürlich eine wichtige Komponente war.
00:03:03: Also es ging ja nicht nur darum zu sagen, wir machen jetzt eine Veränderung der Veränderungen willen sondern die wirtschaftlichen ökonomische Perspektive dahinter war eben auch wichtig.
00:03:13: Ökonomischen Ziele lassen sich ja sehr leicht abbilden.
00:03:15: aber vielleicht kannst du uns noch mal ein zwei konkrete Beispiele nennen.
00:03:18: Woran merkt denn einen Kunde?
00:03:22: eine Mitarbeiterin, ein Mitarbeiter.
00:03:24: Da hat sich wirklich was
00:03:25: verändert.".
00:03:27: Das ist eigentlich genau die Kernfrage, die uns immer wieder auch beschäftigt hat und wir haben natürlich viele, viele Gespräche geführt sowohl mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch mit Kundinnen und Kunden.
00:03:39: das ist natürlich immer nur so punktuell und ob das repräsentativ ist ist ja dann die andere Frage.
00:03:45: zu konkretisieren, bei den Mitarbeitern beispielsweise haben wir jetzt schon zwei Mitarbeiter umfragen gemacht.
00:03:50: Bereits die erste war auf einem extrem hohen Niveau wo wir gar nicht mit gerechnet hatten dass sie so gut ausgefallen ist.
00:03:56: in Summe und die ein oder anderen Handlungsempfehlungen die wir da daraus noch ableiten konnten haben wir dann auch aufgegriffen sind jetzt gerade mit der zweiten soweit das wir dann im Prinzip die Basis abgleichen können.
00:04:07: wo stehen wir da?
00:04:09: Das hat uns Mut gemacht, genau diesen Weg weiterzugehen.
00:04:12: Genauso wie viele Rückmeldungen dann eben von den einzelnen Menschen die gesagt haben bei uns der Prozess ist toll ich will Teil davon sein.
00:04:18: das hat sich auch beim Rekrutigen bemerkbar gemacht wo man sieht Menschen kommen zu uns in die Sparkasse und sagen ich finde euer Prozess so cool.
00:04:24: Ich möchte da gerne mitmachen.
00:04:26: also dass es eine ganz tolle Rückmeltung für mich auch eins der Highlights wenn ich da noch mal darüber nachdenke.
00:04:33: Und auf der Kundenseite ist es aus meiner Sicht Tatsächlich so, dass die Kunden merken, die Sparkasse wird anders.
00:04:41: Die Sparkasse agiert schneller kundenorientierte das Verständnis für den Kunden ist mehr da.
00:04:47: Das beginnt wenn ich die Sparkassen betrete und da freundlich begrüßt werde.
00:04:51: jetzt könnte man sagen, das ist eine Selbstverständlichkeit.
00:04:53: in der heutigen Zeit weiß glaube jeder von uns, dass es nicht selbstverständlich ist auch nicht in Banken und Sparkassen und dieses wohlfühlen Gastgeber sein.
00:05:01: als Stichwort Das haben wir auch in vielen Formaten immer wieder gemeinsam versucht, nach vorne zu bringen und auch Kunden nahezubringen.
00:05:10: Toll die Beispiele zu hören und zu hören wo er da heute steht.
00:05:14: Lass uns jetzt einmal drauf schauen wie es gelungen ist also... Wie habt ihr's gemacht?
00:05:20: Ja, wir haben was gemacht.
00:05:21: Ich hoffe ihr habt viel Zeit mitgebracht.
00:05:24: fünf Jahre in ein paar Minuten zusammen zu passen ist gar nicht so einfach aber ich versuche das trotzdem mal weil es gibt natürlich so ein paar Erfolgsfaktoren vorweg.
00:05:32: schicken will ich dass es nicht immer eine gerade Linie nach oben war.
00:05:36: also zu jeder Veränderung zu jedem Change Prozess gehört auch zu dass man mal zwei Schritte zurück geht und nur einen nach vorne.
00:05:44: Das ist glaube ich selbstverständlich.
00:05:45: Wir wollen da nichts schönreden und wir glauben auch nicht, dass das die Blaupause für alle anderen ist aber sehr wohl ein guter Ansatzpunkt wie man an so einen Thema dran gehen kann.
00:05:54: Da es ein großer Erfolgsfaktor gewesen war, dass wir uns initial aufgeschlaut haben, haben das immer mal wieder im Prozess mit anderen Playern gemacht.
00:06:03: Aber im Kern haben wir diese Veränderungen, die wir alle angestoßen haben intern aus der Organisation herausgemacht Und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei beteiligt Also keine Top-Down-Geschichte gewesen, sondern gleichzeitig auch eine Bottom up Planung die da im Prinzip hinterstand.
00:06:20: Wir haben ganz am Anfang sechzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits an der Veränderung der Sparkasse beteiligt und überlegt wo soll die Sparkasse zwanzig achtundzwanzig stehen?
00:06:29: Und haben in dem Moment gemerkt wie gut das ist Hierarchieübergrafen crossfunktional immer auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten weil alle das gleiche Ziel verfolgt haben.
00:06:39: Und das sind so, glaube ich, Kernerfolgsfaktoren gewesen.
00:06:42: Also eine hohe Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem dass in der Organisation selber voranzutreiben über ein Transformationsteam was sozusagen Organisationsentwicklung im eigentlichen Sinne gemacht hat und eben auch Flugungskräfteentwicklungen die wir parallel gemacht haben.
00:06:58: Ich glaube da sind so die wesentlichen Erfolgsfacturen gewesen neben und das gehört dann sicherlich zur Arundierung einer Sparkasse dazu.
00:07:06: Dass auch die anderen Stakeholder damit an einem Strand gezogen haben.
00:07:10: Damit meine ich insbesondere den Verwaltungsrat und den Personalrat, die wir auch in diesem gesamten Prozess mit einbezogen haben, damit da alle sozusagen den gleichen Blick darauf haben.
00:07:20: Gab es denn so auf dieser Reise?
00:07:23: Das ist ja auch das Bild, dass ihr sehr gerne benutzt.
00:07:26: Gab's dann auf der Reise eine Etappe, die einfach besonders anstrengend war?
00:07:30: Und was hat dann auch geholfen dadurch zu kommen?
00:07:34: Ja, es gab sogar mehrere Etappen, die sehr anstreggend waren Weil am Ende Veränderungen für uns alle immer ein Thema ist.
00:07:41: Es hat eben auch etwas mit Verhalten zu tun und der Mensch an sich möchte ja nicht unbedingt immer nur Veränderung haben, gerade der Schwarkassen-Mitarbeiter hat ja auch einen Fokus darauf dass Dinge in einem guten Rahmen sind.
00:07:54: das ist auch völlig okay und auch gut.
00:07:55: so brauchen wir auch.
00:07:57: und gleichzeitig ist es aber so gewesen dass natürlich diese großen Veränderungs immer dazu geführt haben, dass wir da anstrengende Phasen hatten.
00:08:06: Also vielleicht so zwei oder drei Meilensteine mal... Wir haben neunzehn angefangen und dann kam Corona.
00:08:11: Das hat uns auf der einen Seite natürlich geholfen das diese Zeit kam weil wir da schon üben konnten sozusagen im Echtbetrieb.
00:08:18: Weil wir üben mussten crossfunktionale sehr schnell zusammenzuarbeiten Entscheidungen zu treffen.
00:08:23: Aber es hat uns in den Prozessen natürlich ein bisschen nach hinten geworfen.
00:08:25: Das war eine Phase, die sicherlich anstrengend war aus der wir gelernt haben und viel lernen konnten, nach vorn heraus viel mitnehmen konnten und haben dann ja in zwei Schritten in sogenannten Open-Aus-Veranstaltungen wie wir die genannt haben erst den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der breiten Öffentlichkeit, wenn ich so sagen darf.
00:08:46: Also das Sparkast eine Finanzgruppe und vielen Kundinnen und Kunden da warst du auch da die Möglichkeit gegeben eben zu gucken wie haben wir was haben wir bis dahin gemacht?
00:08:54: Und diese beiden Veranstaltungen also die erste Open House Veranstaltung für den Mitarbeiter und Mitarbeiter und die zweite große haben natürlich unheimlich viel Anstrengung bedurft weil die Vorbereitung dafür intensiver und die Menschen das natürlich auch alle toll machen wollten.
00:09:11: Wenn du jetzt mal so auf die letzten Jahre zurückschaust, gibt es einen Moment der für dich ganz persönlich eine besondere Bedeutung hat?
00:09:20: Ja da gibt es ehrlicherweise ganz viele.
00:09:23: Ich würde vielleicht einen rausgrafen aus dieser Open House Week.
00:09:29: Die haben wir Freitags nachmittags mit allen Kolleginnen Kollegen ja gemeinsam dann auch nochmal Revue passieren lassen und auch gefeiert.
00:09:38: Und als wir das das erste mal gemacht haben, vier Jahre vorher.
00:09:42: Da war so unser Wunsch oder mein großer Wunsch dass da alle Mitarbeiter in schwarzen T-Shirts stehen.
00:09:47: Das war so das Symbol dafür.
00:09:48: Wir alle als Stadtspark Kasseremmscheid sind Gastgeber für unsere Kundinnen und Kunden in Stakeholder whatever also so in der Art und... ...das war an diesem Freitagabend tatsächlich so, dass alle in den schwarze T-shirts da standen und die Konfettikanonen hoch gingen.
00:10:04: Ja, das war für mich persönlich schon sehr berührend.
00:10:07: Weil alle Menschen irgendwie gezeigt haben wie toll sie das fanden und wie gern sie sich daran mitgeauselt haben.
00:10:12: Das war wirklich ein ganz besonderer Moment.
00:10:17: Schön!
00:10:20: Du hast vorhin kurz mal abgewogen was kommt top down?
00:10:25: Was muss auch bottom up passieren?
00:10:27: Lass uns doch da nochmal reinschauen in das Thema.
00:10:31: Was ist denn aus deiner Sicht zu die Rolle der Mitarbeitenden auch in so einer Transformationsreise?
00:10:36: Oder was gilt es, zu tun oder nicht zu tun im Richtung der Mitarbeiter?
00:10:42: Ja das sind natürlich ganz viele Facetten.
00:10:45: Wir haben diejenigen, die da drauf warten und im Grunde nach rechts und sagen ich will Teil davon sein du mach damit und sie sind so Frontrunner, die von Anfang an uns supportet haben.
00:10:55: Und es gibt auch First Follower die sagen jetzt gucke ich mal an und sehr schnell dann mit auf die Reise gehen.
00:10:59: aber es gibt natürlich auch Menschen die dem eher Verhalten gegenüberstehen.
00:11:03: Und auch die wollen wir ja gerne mit auf die Reise nehmen und ihnen zeigen, was ist auch ihr Mehrwert davon?
00:11:10: Also what's in for me?
00:11:11: so unter diesem Motto war das für uns immer auch wichtig den Menschen das zu erklären.
00:11:15: Was hat das für Vorteile für die Sparkasse aber auch für jeden Einzelnen?
00:11:19: Und gleichzeitig sollte sich keiner verbiegen haben schon versucht eben auch die Dinge, die gut sind weiter zu fördern und auch beizubehalten.
00:11:31: im Balanceakt, weil Führung an der Stelle natürlich ein ganz wichtiger Aspekt ist viel Kommunikation.
00:11:38: Das sind so R-II-Raspekte die da eine große Rolle spielen und da haben wir versucht eine große Offenheit zu zeigen von unserer Seite aus beginnend dem Vorstand und dann über die Führungskräfte wirklich auch die Mitarbeiter mit ihren Ängsten und Sorgen wahrzunehmen aber auch mit den Ideen und Wünschen die da sind und das sozusagen zu strukturieren, zu kanalisieren und eben in den Prozess miteinzubeziehen.
00:12:02: Ich möchte das Thema Führung gern aufgreifen.
00:12:06: Jetzt ist es ja breit anerkannt, dass Führungskräfte eine wichtige Rolle in allen Veränderungsprozessen innehaben.
00:12:13: Das sagt sich ja immer so schön und auch so leicht!
00:12:16: Wie hast du's denn hier erlebt?
00:12:19: Was hat geholfen oder was hat vielleicht nicht geholfene Bezug auf Führungen?
00:12:23: Also am Ende ist es glaube ich absolut wichtig und wahrscheinlich Zwingen notwendig, dass du dir von der obersten Führungsebene komplett einig bist.
00:12:36: Also die Einigkeit im Vorstand zu haben und sagen wir wollen diesen Weg gehen ist glaube ich essentiell.
00:12:43: Das heißt für mich aber auch an diesen Dingen teilzunehmen selber und selber Teil davon zu sein.
00:12:48: Ich kann meines Erachtens da nicht als Vorstand sein.
00:12:50: Wir wollen das so haben Aber macht er nicht mit.
00:12:54: Damit fängt das sozusagen Ton von so top an.
00:12:57: Bei den Führungskräften selber ist es so dass natürlich auch eine große Herausforderung war, weil sich die Führungsrolle ein Stück weit geändert hat.
00:13:08: Und das hat schon den einen oder anderen gestandenen Menschen vor Herausforderungen gestellt in seiner Führungstätigkeit.
00:13:15: Lösungsmöglichkeit von unserer Seite aus war vor allen Dingen immer wieder sehr eng miteinander im Gespräch zu sein.
00:13:24: Wir haben beispielsweise vom Anfang an das Thema Transformation mit allen Führungskräften alle vier Wochen, einen halben Tag auf dem Schirm gehabt.
00:13:33: Also wir haben uns immer einmal im Monat Mittwochs getroffen und nur über das Thema Transformation im Zusammenhang mit Führungen gesprochen.
00:13:41: Daraus sind dann verschiedene andere Formate wie agiles Coaching oder kollegiale Beratung oder sowas in der Art entstanden aber natürlich auch wirklich Best Practice-Fälle genauso wie vielleicht auch fails wo... Da bin ich gescheitert, was sind vielleicht für Herausforderungen?
00:13:58: Also das ist schon ein Thema dass wir mit den Führungskräften gemeinsam diesen Weg immer wieder beschritten haben.
00:14:05: Jetzt hast du ja als Vorstandsvorsitzender schon eine besondere Rolle in dem ganzen Transformationsprozess.
00:14:13: Was ist denn wichtig an der Rolle eines Vorstandes auf einer solchen Reise?
00:14:19: Was muss unbedingt passieren und was darf auf gar keinen Fall passieren?
00:14:26: glaube ich, musst du den unbedingten Willen haben dieses Thema wirklich auch voranzutreiben.
00:14:32: Und... Du darfst dich auch nicht ins Boxhorn jagen lassen vielleicht von Äußerungen die von außen kommen weil so ein Weg zu begehen ist ja sehr mutig da gehört viel Mut zu oder nicht so traditionell und klassisch es und gleichzeitig aus meiner Sicht aber nach vorne gerichtet auch notwendig.
00:14:51: deswegen ist Mut schon eine wichtige Komponente aber auch ein Stück weit ein klares Bild zu haben.
00:14:58: Wo ist die strategische Komponente der Sparkasse in Zukunft?
00:15:02: Und wenn ich sage, sich nicht ins Boxrollen jagen lassen gibt es natürlich auch Blicke von außen aus anderen Sparkassen oder von anderen Banken oder anderen Stakeholdern und auch in der Stadt, die dann vielleicht so einen Weg erst mal esoterisch empfinden und sagen das ist aber doch irgendwie so ein bisschen Anarchie und Laissez-faire und sowas.
00:15:18: Nein, das ist ja überhaupt nicht.
00:15:19: im Gegenteil.
00:15:20: Das ist eigentlich viel mehr Rahmen und klare Führung.
00:15:23: Aber das ist den Menschen, die sich noch nicht so intensiv damit beschäftigt haben.
00:15:26: Manchmal gar nicht so klar und deswegen ist das glaube ich eine wichtige Rolle da sehr standhaft zu sein aber immer auch der Treiber, der das nach vorne bringt denn am Ende geht es nicht ohne ohne den Vorstand.
00:15:41: Das Thema Kundenzentrierung ist ja dir oder euch total wichtig.
00:15:47: was heißt denn Kundenzentrieren für dich?
00:15:50: Für mich ist das wirklich ganz konsequent, vom Kunden aus zu denken.
00:15:55: Also sich wirklich auf den Stuhl des Kunden zu setzen und hinter die Brille des Kunden zu stellen.
00:16:00: wie immer man das jetzt auch formulieren mag es gibt da viele Überschriften und ich will erstmal ganz bewusst auch Plattitüden sagen dass zu sagen ist ja das eine aber dass der kunde wirklich rausgeht und ein Erlebnis hat border sind meine erwartungen übertroffen worden.
00:16:17: Das ist das, was mich letztlich zufrieden stellt und das gelingt uns natürlich auch heute noch nicht immer aber viel öfter als früher.
00:16:24: Und dass es der Blick mit dem ich da drauf gucke oder die Kunden müssen sagen meine Erwartung ist nicht nur erfüllt sondern übertroffen worden so ein Wow-Erlebnis.
00:16:32: So haben wir das ganz oft intern auch bezeichnet.
00:16:35: Die Sparkasse ist super schnell Oder ich krieg sofort eine Antwort von einem Berater wo ich gar nicht mit gerechnet hätte Wo er vielleicht früher seinen Chef hätte fragen müssen.
00:16:42: kann das jetzt sofort entscheiden solche Kleinigkeiten oder aber eben dieses ganz freundliche als Gast empfangen werden, nicht als Bittsteller oder ähnliches.
00:16:51: Also da gibt es so viele Kleinigkeiten die es am Ende aber finde ich ausmachen dass man möglicherweise als Kunde wenn mal was schief geht und das passiert bei uns allen irgendwann mal das aber auch verzeihen kann weil er weiß dann kümmern sich Menschen um mich und sehen auch meine Bedürfnisse
00:17:08: An der Stelle.
00:17:09: noch mehr zum Thema Führung.
00:17:12: Ja, habt ja den Ansatz der geteilten Führung seit einiger Zeit auch bei euch im Haus.
00:17:18: Was hat's damit auf sich?
00:17:20: Warum macht ihr das und wie ist es in heute damit?
00:17:25: Ja was hat es damit aufsich?
00:17:26: Im Grunde wenn ich wieder ein bisschen in die Rückspiegel gucke, ist es so gewesen bei uns jedenfalls vielleicht bei vielen anderen anders dass die Führungskräfte häufig der Flaschenhals in Organisationen sind.
00:17:39: Und bei uns war das so häufig wir langsam waren, weil Führungskräfte was entscheiden mussten.
00:17:44: Und die hatten so viel auf dem Tisch und es sind den Workshops gewesen in Sitzungen und in anderen Themen, sodass das immer ein bisschen der Bodleneck war durch denen viele Dinge durchmussten.
00:17:57: Das haben wir überlegt, dass kann man vielleicht anders machen?
00:17:59: Das ist der eine Punkt und der zweite wissen wir auch, dass Führungskräfte sich ja im Laufe der Jahre entwickeln und bestimmte Vorlieben haben oder andere Sachen nicht gerne machen.
00:18:11: Das geht mir ganz genau so!
00:18:13: Und nicht jede Führungskraft ist echte Führungskraft im Sinne von.
00:18:17: ich kümmere mich wirklich um die Menschen oder um mein Team.
00:18:20: Oft haben wir auch Menschen, die sind strategisch richtig gut oder können Prozesse super gestalten oder sind auch für aufsichtsrechtliche Themenstellung verantwortlich also ganz unterschiedliche Rollen, die wir als Führerskräfte hier alle sozusagen in einer Person vereinen und irgendwas davon bleibt wenn viel Viele Dinge sich da konzentrieren und viele Sachen gleichzeitig gemacht werden müssen auf der Strecke.
00:18:43: Das war jedenfalls unsere Feststellung, das führte zu diesen längeren Laufzeiten.
00:18:48: Deswegen haben wir gesagt, wir trennen die Führungsrollen in drei Rollen.
00:18:52: Haben das aber erst mal ausschließlich im Vertrieb gemacht?
00:18:56: Das hat zwei Gründe, dass wir gesagt haben andere Themen sind an dieser Stelle auch gut so aufgestellt wie sie sind.
00:19:02: Wir müssen nicht alles auf links drehen.
00:19:03: also Eine Gesamtbanksteuer beispielsweise funktioniert auch sehr gut so, wie sie bisher funktioniert hat.
00:19:10: Oder eine Revision die muss nicht so agil sein, wie wir aber im Kundenvertrieb unterwegs sein wollen und deswegen haben wir einen Privatkunden- und Firmenkundenvertrieb diese geteilte Führung installiert.
00:19:21: Das sind drei Rollen.
00:19:22: Auf der einen Seite haben wir ein Strategic Lead Der sich um die Geschäftsfeldentwicklung kümmert Die G&V Verantwortung für dieses Geschäftsfall trägt und wirklich diese strategische Perspektive einbringt, wo wollen wir in diesem Geschäftsfeld hin?
00:19:37: Und gleichzeitig auch für die Kundinnen-Kunden erster Ansprechpartner mit den Beratern gemeinsam ist.
00:19:43: Dann haben wir einen Funktionalit der sich um Prozesse auf Sichtstrecht und interne Themen sozusagen kümmert.
00:19:51: Das sind so die Zweiführungsrollen und in der Mitte sag ich jetzt mal haben wir dann People Leads installiert die wirklich rein für die Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Teams verantwortlich sind.
00:20:03: Also ganz klassische disziplinarische Führungskräfte.
00:20:07: Und dieses Zusammenspiel von diesen drei Rollen ist im Prinzip ein Auseinanderziehen, der bisherigen Eier legenden Wollmilchsaum hat man früher immer gesagt Ein auseinander ziehen dieser Führungsrollen Die wir jetzt in dieser getalten Führungen dann eben so seit Anfang des Jahres leben.
00:20:24: und die ersten Gehversuche das war ja der zweite Teil der Frage Die sind natürlich anstrengend gewesen, weil sich auch dieses Führungsteam erstmal so ein bisschen einrütteln muss.
00:20:34: Wichtig ist ja tatsächlich dass die sehr gut abgestimmt sind und dass sie sehr gut miteinander funktionieren, weil im besten Falle die Mitarbeiter dann immer auch die gleiche Antwort kriegen wenn sie eine Frage haben.
00:20:47: Das hat sich jetzt im Laufe des Jahres ganz gut entwickelt, dass die wirklich als Team super zusammengefunden haben.
00:20:52: Wir sitzen aber beispielsweise räumlich auch zusammen – das war vorher anders so, dass sie also auch enge Abstimmungsmöglichkeiten haben.
00:20:59: Michael wir waren mal den Blick in die Zukunft.
00:21:01: Worauf wird's ankommen nach vorne?
00:21:03: Und
00:21:04: das ist eine gute Frage Marion!
00:21:06: Am Ende gilt es ja den Prozess zu gestalten und da darauf vorbereitet zu sein, das neue... Informationen von ausser, von innen kommen die wir gestalten können.
00:21:15: Deswegen ist nach vorne gerichtet glaube ich für uns ganz wichtig diesen Fahrt unter der Vision ganz konkret und konsequent weiterzugehen.
00:21:24: auf der einen Seite gleichzeitig auf der anderen Seite behutsam zu sein dass wir eben nicht zu schnell sind oder zu viel wollen sondern das richtige ausbalancieren wird immer wieder die große Herausforderung sein.
00:21:40: Und in der Kombination konsequent und gleichzeitig eben behutsam, es ist glaube ich wichtig das Ziel weiter so vor Augen zu haben.
00:21:46: Wo wollen wir eigentlich hin?
00:21:47: Wo stehen wir in drei oder fünf Jahren als Sparkasse?
00:21:50: was sind die wesentlichen Key Results dafür?
00:21:54: und dass dann auch über die Strategie unser Unterziehsystem letztlich in OKRs mit denen wir arbeiten wirklich so zu verankern, dass das darauf einzahlt diese extrem gute Stimmung, die die Mitarbeiter selber erzeugt haben.
00:22:13: Dadurch dass sie gesehen haben das was wir tun hat auch tatsächlich einen Impact in nach vorne zu tragen.
00:22:18: Das haben wir jetzt schon lange geschafft.
00:22:20: Das ist eben kein Strohfeuer gewesen wo vielleicht der ein oder andere am Anfang gedacht hat Mensch das kommt jetzt mal und das geht auch wieder.
00:22:25: Nein es bleibt!
00:22:27: Und deswegen ist das am Ende auch die gleiche Antwort wieder nach vorn gerichtet so weiterzumachen Die Learnings die wir haben auch wieder einzusammeln.
00:22:35: Aber vom Grundsatz her wird sich der strategische Kurs unserer Sparkasse nicht nennenswert ändern.
00:22:40: Michael, vielen Dank dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast.
00:22:43: Sehr gerne Marian!
00:22:44: Schön das ihr da wart.
00:22:45: ich habe mich sehr gefreut.
00:22:47: Danke.
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